Leitungswasser schlägt Flaschen-Konkurrenz im Geschmackstest

Warum Flaschenwasser kaufen, wenn Leitungswasser so bequem, gut und preiswert ist. Am Geschmack kann es kaum liegen, dass so viele zur Flasche greifen. Den Beweis liefert ein Wassertest im Rahmen einer Blindverkostung, bei der Leitungswasser gegen sieben Flaschenwasser mit Preisen von 25 Cent die Flasche für ein Discounter-Wasser bis zu knapp 70 Euro für ein so genanntes Edelwasser, angetreten war. Der eindeutige Gewinner: Trinkwasser aus dem Hahn für weniger als ein Cent je Liter. Die WAZ Bottrop hatte gemeinsam mit dem örtlichen Wasserversorger RWW ihre Leser zur Teilnahme aufgerufen. Zehn TeilnehmerInnen waren der Einladung gefolgt. Dr. Uwe Pöhls vom Institut für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung I.E.S.K. ein ausgewiesener Experte und quasi der Erfinder dieser Blindverkostungen, war der Dritte im Bund.

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Die Geschmacks-ExpertInnen

In einer kleinen Vorstellungsrunde outeten sich LeitungswassertrinkerInnen und jene die das Flaschenwasser bevorzugen. Für große Heiterkeit sorgte die Begründung “als ich noch Kind war, hieß es, davon kriegt man Läuse im Bauch, deshalb trinke ich kein Leitungswasser”. Die Kraneberger-Fans begründeten ihre Leidenschaft mit Überzeugung ein gutes Wasser müsse nicht aus der Flasche stammen und viel Geld kosten und dem Geschmack. Auch sei Flaschenwasser eine ökologische Schande, immerhin werde es über lange Strecken transportiert und für die Kunststoffflaschen würden ja auch Rohstoffe benötigt. Eine Teilnehmerin hatte auch gesundheitliche Bedenken: “In den Flaschen sollen ja auch Weichmacher sein, die ins Getränk gelangen könnten.”

Im darauf folgenden Test musste dann jeder Teilnehmer ein Glas von jedem Wasser trinken. In den Testbögen wurden dann die Ergebnisse erfasst. Jedes Wasser bekam eine Schulnote für Geruch und Geschmack und eine Gesamtnote. Die Lehrerin unter den Probantinnen hatte daran besonderen Spaß. Eine  besondere Schwierigkeit bereitete die Frage, um welches Wasser es sich handelte. Das muss eigentlich zu denken geben. Warum soll man so viel bezahlen, wenn man es nicht am Geschmack erkennen kann.

Das mit großer Spannung erwartete Ergebnis sorgte bei den Vertretern des Wasserversorgers für große Freude. Mit großem Abstand und der Gesamtnote 1,78 gewann das Wasser aus dem Hahn. Platz 2: Nestlé Pure Life Still (2,33). Platz 3: Gerolsteiner Naturell (2,67). Platz 4: Bling H2O (2,78). Platz 5: Volvic Naturelle (2,89). Platz 6: Saskia Naturis (3,11). Platz 7: Voss (3,22). Platz 8: Fiji Wasser (3,61).

Die Wettbewerber in der Flasche
Die Wettbewerber in der Flasche

Fast alle setzten das Leitungswasser auf Platz 1 oder 2, auch jene die vorher das Flaschenwasser bevorzugt hatten. Von fünf wurde das Leitungswasser sogar blind erkannt.

Nicht nur eine gab nach der Veranstaltung zu: “Wenn  Leitungswasser so lecker ist, warum soll ich dann noch Flaschen schleppen.” Dieser Meinung schlossen sich auch die Skeptiker an: “Jetzt trinke ich demnächst auch lieber Leitungswasser”.

Dieser Test beweist einmal mehr, dass Leitungswasser nicht nur gut und günstig ist, sondern auch am besten schmeckt. Während sich Flaschenwasser-Anbieter mit Marketingkampagnen und Werbung überbieten, kommt das beste Wasser leise und zuverlässig aus dem Hahn. Einfach aufdrehen!

Wer sich für eigene Wassertests interessiert, findet hier Unterstützung:  I.E.S.K. Wassertest  Mit Empfehlung von Lebensraumwasser

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